Kaiserstuhl

Auf der linken Seite des Rheinufers an der Grenze zu Deutschland liegt mit einer Einwohnerzahl mit weniger als 400 die kleinste Gemeinde der Schweiz: das zauberhafte mittelalterliche Städtchen Kaiserstuhl. Im Jahre 1227 wurde Kaiserstuhl, althochdeutsch Keisuresstuol („Stuhl des Kaisers“), das erste Mal urkundlich erwähnt. In etwa 1254 erfolgte die offizielle Stadtgründung durch Freiherr Rudolf von Kaiserstuhl. Das historische Zentrum von Kaiserstuhl, das die Form eines unregelmäßigen Dreiecks hat, steht unter Denkmalschutz.

Der Bastionsturm – auch der Obere Turm genannt -, der den oberen Bezirk des Dreiecks bildet, gehörte einst zu der Befestigungsanlage der Stadt und bildet das Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde etwa im 13. Jahrhundert und bildet den noch erhaltenen Rest der ehemaligen Befestigungsanlage. Am nördlichen Ufer – bereits auf deutschem Terrain – befindet sich das Schloss Rötteln.

Es gehört zu Hohentengen und ist von Kaiserstuhl aus über eine Brücke zu erreichen, die schon zu Römerzeiten existiert haben soll. Im Inneren von Kaiserstuhl tummeln sich die alten sehenswürdigen – mit bunten Fensterläden und steilen Dächern ausgestatteten - Häuser aneinander und bilden den historischen Stadtkern. Besonders sehenswert und außerdem sehr gut erhalten sind das Amtshaus, das im spätgotischen Stil gehalten ist und die Barockvilla Mayenfisch sowie das einstige Augustinerkloster aus dem 16. Jahrhundert.

Auch das Haus zur Linde, das sich in der Nähe des Oberen Turms befindet und circa 1764 erbaut wurde und heute als barockes Landhaus dient, ist eine Besichtigung wert. Die Gemeindekirche St. Katharina, die im Jahr 1757 entstand, zeigt eine schöne Kanzel mit Chorgestühl.