Land & Leute

Geographie:

Lage

Mit einer Gesamtfläche von über 41200 Quadratkilometern und einer Einwohnerzahl von mehr als 7.870.000 erstreckt sich die Schweiz, amtlich die Schweizerische Eidgenossenschaft, als Alpen- und Binnenland über Mitteleuropa. Ihr geographisches Gebiet verläuft entlang der Landesgrenzen von Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich. Insgesamt beträgt die Grenzlänge der Schweiz eine Länge von über 1850 Quadratkilometern. Die nördliche Landesgrenze der Schweiz folgt dem Verlauf des Rheins: zwischen dem 46. und 48. Breitengrad gelegen, bildet sie ein Quellgebiet von Flüssen, welche sie in die ganz Europa umfassenden Meere ergießen.


Klima

Das mitteleuropäische Klima der Schweiz wird sehr stark durch den Atlantik bestimmt: die Strömungen bewirken eine feucht-milde Meeresluft. In den Sommermonaten ist sie eher kühl, in den Wintermonaten warm. Das Jahr hindurch gibt es in den meisten Gebieten der Schweiz eine ausreichende Niederschlagsdichte, wobei die Alpen als eine Klimaschranke fungieren. In der Südschweiz ist der Winter im Vergleich zur Nordschweiz eher mild. Durch die Alpen entstehen unterschiedliche Klimabereiche. Im Inneren der Alpen herrscht überwiegend ein trockenes Klima. In einer Höhenlage ab 1200 bis 1500 Meter über dem Meeresspiegel gibt es Schneeniederschläge, was über Monate hinweg andauernde Schneedecken hervorbringt. In den Tieflagen der Schweiz sowie im Flachland fällt dagegen vergleichsweise wenig Schnee. Die Temperaturschwankungen sind abhängig von den Höhenlagen. Im Flachland schwanken die Temperaturen zwischen 1 ° und 17 ° im Hochsommer – in den Höhenlagen zwischen – 5° und 11° im Juli.

 

Flora und Fauna

In der Schweiz herrscht eine hohe biologische Vielfalt: seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat die Schweiz die zahlenmäßig höchste Artenvielfalt erreicht. Über 500.000 Pflanzen- und Tierarten sind in der Schweiz beheimatet, wovon einen kleineren Teil die Säugetiere ausmachen. Den größeren Teil der biologischen Vielfalt bilden die Insektenarten mit einer Anzahl von bis 30.000. Zwischen den Jahren 1997 und 2005 hält sich die Anzahl der Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische relativ konstant. Doch hat der Klimawandel auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Während in einigen alpinen Gegenden neue Pflanzenarten entstanden sind, sterben einige wiederum ganz aus.
Wie das Klima bedingt durch die Alpen variiert, so variiert auch die Vegetation in der Schweiz. Die Vielfalt der Pflanzenarten ist abhängig von den Höhenlagen nördlich und südlich der Alpen. Im Süden sind Oliven, Feigen, Mandel- und Lorbeerbäume anzutreffen, sowie Kastanienwälder. Ab einer Höhenlage von knapp 800 Metern beginnt ein Laubmischwald. Ab einer Höhenlage von 1200 Metern herrschen Buchenwälder vor. Über der Waldgrenze sind Gräser, Sträucher und Enzian sowie Edelweiß beheimatet, unterhalb der Baumgrenze Latschen, Zirbelkiefer und Lärchen.
In den Bergregionen leben Gämse, Alpenhasen, Alpensteinböcke und Luchse. Auch einige vor dem Aussterben bedrohte Tierarten sind in geringerem Aufkommen noch anzutreffen: darunter das Auerhuhn, das Birkhuhn, der Steinadler und der Bartgeier. In den Südalpen prägen Reptilien das Aufkommen: vor allen Dingen verschiedenen Schlangenarten und Eidechsen haben hier ihren Lebensraum. Im Süden des Tessin sind auch einige Palmen arten anzutreffen, darunter Zwerg- und Hanfpalmen. Ein großer Teil des nicht bebauten Landes dient schließlich der Erzeugung von Nutzpflanzen: davon besteht ein großer Teil aus Getreidesorten, wie Gerste, Hafer, Roggen und Weizen, aber auch Kartoffeln, Mais, Apfelbäume und Raps werden angebaut.

 

Gebirge

Die Schweiz ist vor allen Dingen für seine Berge bekannt: mehr als 70 Viertausender, 1000 Dreitausender und 2000 Zweitausender ragen hier gen Himmel und bilden die atemberaubende Schönheit der Schweizer Alpenlandschaft. Die höchsten Berge der Schweiz sind in den Walliser Alpen beheimatet: dort erreicht an der italienisch-schweizerischen Grenze die Dufourspitze eine Höhe von über 4600 Metern. Zwischen Zermatt und Saas Fee befindet sich der Dom, mit einer Höhe von mehr als 4500 Metern. Einer der weltweit bekanntesten Berge in den Schweizer Alpen ist mit über 4400 Metern das Matterhorn, das sich südlich von Zermatt befindet. Im Berner Oberland liegen der Eiger mit knapp 4000 Metern, der Mönch, mit über 4000 Metern und der Jungfrau, mit annähern 3900 Metern. In den Ostalpen stehen der Piz Benrina, mit mehr als 4000 Metern und der Piz Palü mit circa 3900 Metern. Die bekanntesten Berge der Voralpen bildet der Pilatus, der eine Höhe von über 2100 Metern erreicht, der Mythen, mit knapp 1900 Metern, die Rigi un der Säntis, mit ca. 1700 und 2500 Metern. Der Säntis ist vor allen Dingen in der Region des Bodensees ein beliebtes Wander- und Bergsteigerziel.


Menschen

Bevölkerung

Die Bevölkerungsdichte in der Schweiz erreicht eine zahlenmäßige Größe von rund 7,45 Millionen Menschen. Die Kantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis sind eher dünn besiedelt, dicht besiedelt sind dagegen die Gebiete im Mittelland, rund um die Städte Genf, Zürich, Aargau, Zug und Basel. Die größte Stadt der Schweiz ist Zürich, die eine Einwohnerzahl von mehr als 360.000 erreicht, danach folgen Basel, mit circa 160.000 und Genf mit ungefähr 170.000 Einwohnern. Die Hauptstadt der Schweiz, Bern, erreicht eine Bevölkerungsdichte von nahezu 130.000 Einwohnern.


Gemeinden

Die Gemeinden bilden in der Schweiz eine der kleinsten und mit verschiedenen politischen Kompetenzen versehenen Verwaltungseinheiten. In der Schweiz sind Zählungen zufolge ungefähr 3000 Gemeinden zu verorten. Primär gliedert sich der schweizerische Bundesstaat in 26 gleichberechtigte Kantone, welche Autonomie genießen und für verschiedene Bereiche zuständig sind.


Sprachen

Die Schweiz umfasst vier Amtssprachen: Deutsch bzw. Schweizerdeutsch, Französisch, Italienisch und Spätromanisch. Der größte Teil der Gesamtbevölkerung sind Teil der deutschen Sprachgruppe, ein kleinerer Teil der gehört der französischen Sprachgruppe, die Minderheiten sind Teil der italienischen Sprachgruppe und weniger als 1% der spätromanischen, die sprachtechnisch zwischen dem Französischen und Italienischen anzusiedeln ist. Die spätromanische Sprache wird vor allen Dingen in dem Schweizer Kanton Graubünden gesprochen. Viele der Schweizer Bürger beherrschen zwei oder mehr der verschiedenen Landessprachen.

 

Religion

In der Schweiz gibt es zahlreiche religiöse Bewegungen, was die Schweiz zu einem religiös pluralistisch geprägten Land macht. Neben christlichen Kirchen und jüdischen Synagogen sind vor allem auch buddhistische Klöster, muslimische Moscheen, hinduistische Tempel sowie verschiedene Gemeinde- und Tagungshäuser verschiedener religiöser Gruppen und Traditionen entstanden. Die größten Blöcke bilden die römisch-katholische Kirche und evangelisch-reformierte Kirche.


Regierung

Offizieller Name

Schweizerische Eidgenossenschaft (CH = Confoederatio Helvetica)

 

Politische Institutionen

Die Schweiz ist ein demokratischer und republikanischer Bundesstaat. Die Regierung der Schweiz wird Bundesrat genannt und besteht aus 7 Mitgliedern. Sie entsprechen den deutschen Bundesministern und werden Bundesräte genannt. Jeweils für ein Jahr wird aus diesem Kollegium ein Bundespräsident gewählt. Dieser oder diese leitet die Bundesratssitzungen und übernimmt besondere Repräsentationspflichten. Er gilt als Erster unter Gleichgestellten. Er hat keine Richtlinienkompetenz wie ein deutscher Bundeskanzler.

 

Staatsoberhaupt

Der Bundesrat bildet das kollektive Staatsoberhaupt: Didier Burkhalter (FDP), Micheline Calmy-Rey (SP), Doris Leuthard (CVP), Ueli Maurer (SVP), Johann Schneider-Amman (FDP), Simonetta Sommaruga (SP), Eveline Widmer-Schlumpf (BDP)


Präsident

Jean-René Germanier (FDP/VS)

 

Hymne

Schweizerpsalm


Wirtschaft

Wirtschaftszweige

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Es besitzt eine hoch entwickelte Industrie mit weltweit anerkannten Produkten, darunter Uhren, Textilien, Werkzeugmaschinenbau, Metallverarbeitung, Leistungselektronik, Pharmazie, Medizinaltechnik. Außerdem ist die Schweiz Sitz zahlreicher großer Banken und internationales Finanzzentrum. Ein Viertel des Landes wird landwirtschaftliches genutzt: Milchviehhaltung und Käseherstellung ist ein wichtiger Sektor. Der Dienstleistungsbereich ist mit zwei Dritteln am Bruttoinlandprodukt beteiligt und basiert auf dem Bankwesen, dem internationalen Geldverkehr und dem Tourismus.


Tourismus

Der Tourismus ist ein wichtiger Träger des Dienstleistungssektors. Rund 8% des Bruttoinlandproduktes werden aus dem Tourismus gespeist. Die Schweiz beherbergt im Jahr rund 18 Millionen Urlauber und Transitnutzer.