Mesocco

File 254An den Ufern der Moesa, die sich ihren Weg durch das Valle Mesolcina bahnt, liegt klein, mit nur knapp 1200 Einwohnern, und anmutig Mesocco. Viele der Steinhäuser ragen an das Flussufer heran und prägen das Panorama des Tals, das sich von dem San-Bernadino-Pass südlich bis nach Bellinzona erstreckt.

Von der Castello di Misox, einer alten Festungsruine, die oberhalb des Ortes auf einem mächtigen Felsvorsprung liegt, kann man die Textur des ganzen Tals, seine verschiedenen Ebenen und Bewachsungen überblicken. Entstanden ist der Festungsbau vermutlich im 12. Jahrhundert und wurde 1526 durch einen Brand nahezu vollständig zerstört, lediglich der Campanile zeugt noch von dem monumentalen Gebäudekomplex, der hier einst über den Tälern thronte.

Mesocco bildet eine der größten Burganlagen der Schweiz. Am Fuße der Burg steht eine romanische Kirche, Santa Maria del Castello, die im 12. Jahrhundert erbaut und später erweitert wurde. Verschiedene Wandmalereien zieren das Innere der Kirche, Heilige und Schutzpatrone, in etwa der Schutzpatron des Tales oder der heilige Bernhard von Siena, bewohnen diesen Ort.

Auch ein Blick in die Umgebung von Mesocco lohnt sich: nur vier Kilometer südlich liegt die kleine Ortschaft Soazza, die eine sehenswerte Kirche zu bieten hat. In San Vittore, das mit etwa 15 Kilometern weiter von Mesocco weg führt, ist eine kleine Kapelle zu sehen.