St. Gallen

File 317Mit über 72.000 Einwohnern bildet St. Gallen die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons und zugleich die größte Gemeinde der Ostschweiz. St. Gallen liegt an der Steinach, ihre Entstehung geht auf das Jahr 612 zurück, heute gilt St. Gallen als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der östlichen Schweiz. Bereits im Mittelalter wurden in St. Gallen 

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Leinenstoffe produziert und auch heute noch bildet die Stickerei eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Die barocke Kathedrale von St. Gallen, die von Peter Thumb und Johann Michael Beer gebaut wurde, bewahrt einige sehr bedeutende Kunstwerke und eine Bibliothek. Aufgrund dieses Bestandes wurde die Abtei 1983 zum UNO-Weltkulturerbe erklärt, sie macht den Mittelpunkt St. Gallens aus, der von den mittelalterlichen Fachwerkhäusern einen bleibenden Eindruck hinterlässt und damit eine Besichtigung wert ist.

 

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Viele der Museen von St. Gallen siedeln sich im Osten der Stadt an, darunter das Textilmuseum, das den ökonomischen Charakter der Stadt, als Zentrum der Textilindustrie, repräsentiert. Hier kann der Besucher viele interessante Informationen zur Weberei, Stickerei und Seidenspinnerei erfahren. Der Präsenzbestand der Stiftsbibliothek, die der Erneuerungs- und damit Zerstörungswelle der Reformation entging, umfasst über 150.000 Bücher und Manuskripte und ist darüber hinaus, in einem beispiellosen barocken Baustil gehalten, eine sehenswertes Gesamtkunstwerk. Der Marktplatz offenbart einen schönen Fachwerkcharakter, kunstvoll bemalte Fassaden und Erkerfenster bilden eine Kulisse der besonderen Art. Die Universität St. Gallen hat einen sehr modernen Baustil und kunsthistorisch wertvoll. Im Historischen Museum wird die Geschichte der Stadt und der gesamten Region illustriert, durch Zeugnisse und Schriftstücke werden verschiedene geschichtliche relevante Epochen authentisch dargestellt.