Val d’Hérens

File 383Südöstlich von Sion erstreckt sich das Eringertal – Val d’Hérens –, ein Seitental der Rhone entlang dem Gebirgsfluss Borgne bis in die Walliser Alpen hinein. Das Eringertal lässt sich Ober, Unter und Mitteltal eingliedern. Der obere Talabschluss wird durch die Walliser Alpen geformt. Im mittleren Tal findet der Besucher den Ski- und Wanderort Evoléne, der mit einer Einwohnerzahl von knapp 1500 die Hauptgemeinde des Tales bildet und sich umringt von Almen und Nadelwäldern zwischen Sasseneire, mit über 3200 m und Pic d’Artsinol, mit knapp 2998 m befindet. Evoléne ist eine gute Ausgangsbasis für Wanderungen in die Umgebung.

Das Dorf Les Haudéres besitzt ein Geologie- und Gletscherzentrum, das dem interessierten Laien einiges zur Entstehung der Landschaftsformation berichten kann. Ein herausragendes Charakteristikum des Val d’Hérens ist eine Felsformation, die Erdpyramiden von Euseigne, die eine prägnante Form bilden. Entstanden sind sie während der Eiszeit durch Erosionen, Wind, Regen und Eis. Die Kappen der Felsspitzen schützen den darunter liegenden Stein vor weiteren Erosionen. Hinter Les Haurédes erstreckt sich das Val d’Hérens weiter und geht schließlich in das Val d’Arolla über. Im unteren Talabschnitt räkeln sich Aprikosenplantagen entlang der Borgne bis zu dem Mündungsdelta Sion. Folgt man der Straße weiter aufwärts, eröffnen sich spektakuläre Ausblicke auf die Rhone, die Höhenterrasse von Crans-Montana und die Berner Alpen.